Meldung vom 21.04.2026

Liga erläutert Szene während des dritten Finalspiels (mit Video)

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Spiel drei der win2day ICE Hockey League Finals wurde auf hohem Niveau geleitet, wobei die Schiedsrichter die Regeln über die gesamte Partie hinweg konsequent angewendet haben. Einige Fans und Medien haben Bedenken hinsichtlich eines möglichen übersehenen Stockschlag-Fouls eines Grazer Spielers geäußert– auch deshalb ist es der win2day ICE Hockey League wichtig zu erläutern, wie solche Situationen regeltechnisch bewertet werden.

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Ein gebrochener Schläger allein stellt keinen Regelverstoß dar. Weder im IIHF- noch im Regelbuch der win2day ICE Hockey League gibt es eine Bestimmung, die automatisch eine Strafe vorsieht, nur weil ein Stockkontakt zum Bruch führt.

Die Schiedsrichter beurteilen Stockschläge in erster Linie anhand zweier Faktoren: Intensität und Treffpunkt. Eishockey ist eine Sportart, in der Stockkontakte häufig vorkommen, und nicht jeder Kontakt ist regelwidrig. Strafen werden in der Regel dann ausgesprochen, wenn übermäßige Härte vorliegt – etwa bei einem kräftigen Schlag – oder wenn der Kontakt an empfindlichen Stellen wie den Händen, am Oberkörper oder im oberen Bereich des gegnerischen Schlägers erfolgt.

Hingegen wird ein Stockkontakt im unteren Drittel des Schlägers, insbesondere im Rahmen eines legitimen Versuchs, die Scheibe zu spielen, nicht automatisch geahndet – selbst wenn dabei ein Schläger zu Bruch geht.

Im vorliegenden Fall zeigte die Szene mit dem Grazer Spieler Holzer einen Versuch, die Scheibe zu spielen, wobei der Kontakt im unteren Bereich des gegnerischen Schlägers stattfand und weder übermäßige Härte noch eine schlagende Abwärtsbewegung erkennbar war. Auf Basis dieser Kriterien bewerteten die Schiedsrichter die Aktion als regelkonform und ließen das Spiel weiterlaufen.

Diese Entscheidung entspricht der gängigen Auslegung durch die Offiziellen und steht im Einklang mit den geltenden Regeln und Richtlinien für Stockvergehen.

Viktor Trilar, Director of Officiating der win2day ICE Hockey League, erläutert die Szene im Video: