Meldung vom 10.04.2026

Andreas Bernard: „Meine Karriere mit einem Finale zu beenden ist ein absoluter Traum“

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Der HC Meran/o Pircher hat am Donnerstag mit einem 3:2-Auswärtssieg beim KHL Sisak den erstmaligen Finaleinzug perfekt gemacht. Großen Anteil am Erfolg hatte Torhüter Andreas Bernard, der insgesamt 48 von 50 Torschüssen parieren konnte. Im Interview blickt der 35-Jährige auf die dramatische Halbfinalserie zurück und bringt seine große Freude über den Finaleinzug in seiner letzten Profisaison zum Ausdruck. Außerdem blickt der Südtiroler auf die Finalserie gegen den HC Gherdeina valgardena.it und erhofft sich durch das erste rein südtirolerische Finale einen Eishockeyboom in der Region.

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Andreas, herzlichen Glückwunsch zum Finaleinzug! Wie fühlt es sich wenige Stunden danach an?
Andreas Bernard: „Der Einzug ins Finale fühlt sich unglaublich an. Wenn man bedenkt, dass unsere Saison von Höhen und Tiefen geprägt war. Wir haben aber immer an uns geglaubt und ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir uns bis Februar finden müssen.“

Was hat deiner Meinung nach den Unterschied ausgemacht, dass ihr Halbfinale sieben in Sisak in diesem Hexenkessel gewonnen habt?
Andreas Bernard: „Den Unterschied hat schlussendlich der Kampfgeist und das Herz gemacht. Wir haben uns in Schüsse geworfen und in den richtigen Momenten die Tore geschossen.“

Zeit zum Durchschnaufen bleibt kaum: Schon am Samstag beginnt die Finalserie. Wie schwierig ist es, die Spannung jetzt hochzuhalten?
Andreas Bernard: „Ja, Zeit zum Ausruhen bleibt nicht, aber in den Playoffs ist das normal und oft auch besser als drei bis vier Tage ohne Spiel. Das Wichtigste ist jetzt, einen guten Start zu haben und so weiterzuarbeiten, wie wir es bisher erfolgreich gemacht haben.“

Mit Meran haben wohl nicht viele im Finale gerechnet. Wie überraschend kommt der Finaleinzug für dich – und wie stolz bist du auf das bisher Erreichte?
Andreas Bernard: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten während der Saison Spiele, bei denen ich dachte: Wow, wir können echt gut Eishockey spielen. Es hat aber an der Konstanz gefehlt. In den Playoffs haben wir alle verstanden, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn alle an einem Strang ziehen und alles geben.“

Im Finale kommt es nun zum Derby gegen Gröden. Was erwartest du dir von dieser Serie?
Andreas Bernard: „Wir hatten heuer sehr ausgeglichene Spiele gegen Gröden und ich erwarte mir eine sehr enge und spannende Serie. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten diese Spiele.“

Auch fanseitig wird einiges los sein – man kann wohl sagen, dass ganz Südtirol dem ersten rein südtirolerischen Finale entgegenfiebert. Du hast bereits viel erlebt, aber wird diese Serie auch für dich eines der absoluten Highlights deiner Karriere?
Andreas Bernard: „Ich erwarte mir volle Stadien und eine sehr gute Stimmung. Es wäre einfach super für die Eishockeybewegung in Südtirol, wenn wir neue junge Spieler für diesen Sport gewinnen können. Diese Saison wird mir sicherlich in Erinnerung bleiben, da ich letzten Sommer schon entschieden habe, dass es meine letzte Saison als Profispieler sein wird und ich noch einmal alles herausholen wollte. Meine Karriere mit einem Finale zu beenden ist ein absoluter Traum.“

Im Tor steht dir mit Claes Endre der Torhüter mit der besten Save-Percentage in den Playoffs gegenüber. Glaubst du, dass die Goalies im Finale den Unterschied ausmachen werden?
Andreas Bernard: „In den Playoffs haben die Torhüter immer eine Schlüsselfunktion. Claes Endre hat bislang sehr gute Playoffs gespielt. Wir haben aber bisher in beiden Serien gegen starke Torhüter gespielt und wissen, wie wir spielen müssen, um Tore zu schießen. Wie ich schon davor erwähnt habe, entscheiden Kleinigkeiten die Spiele. Die Tore müssen im richtigen Moment fallen. Ich freue mich schon auf eine spannende Serie gegen Gröden.“

Der Finalauftakt findet am Samstag um 20:00 Uhr in der Meranarena statt, live zu sehen auf Valcome.tv.

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