Meldung vom 11.09.2026

Mit 19 sorgt Leo Zublasing in der AHL für Ordnung

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Leo Zublasing stand vergangene Saison noch selbst als Spieler auf dem Eis. Ab dieser Saison leitet er Spiele in der Alps Hockey League, als jüngster Schiedsrichter der Liga.

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Wenn ein 19-Jähriger Spieler bestraft, die doppelt so alt sind wie er, rechnet man mit Diskussionen. Leo Zublasing hat andere Erfahrungen gemacht. „Natürlich habe ich den einen oder anderen Kommentar gehört, dass ich jung bin", sagt er. „Sobald ich eine Strafe gebe, sind die Spieler eigentlich sehr respektvoll. Sie fragen mich vielleicht, was ich gesehen habe, ich erkläre es ihnen, und meistens gibt es keine Probleme."

Zublasing kennt beide Seiten. Er durchlief in Eppan die Jugend und spielte vergangene Saison noch selbst. Mit 17 begann er nebenbei zu pfeifen. Zwei Jahre später leitet er Spiele in der Alps Hockey League.

Der Blick auf den Job änderte sich schnell. „Sobald ich die ersten Spiele gepfiffen habe, ist mir direkt aufgefallen, dass Schiedsrichtersein nicht einfach ist. Man muss in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen." Dazu komme der Druck und die Situationen, die man selten oder nie zuvor gesehen hat. Manchmal sehe man nicht alles, entscheiden müsse man trotzdem, damit das Spiel weiterläuft. „Als Spieler sieht man das nicht. Man sieht vielleicht nur eine Fehlentscheidung, kann sich aber schwer in die Perspektive des Schiedsrichters hineinversetzen."

Vorbereitet hat er sich zuletzt beim Referee-Camp, zwei Tage, an denen aus einzelnen Schiedsrichtern eine Gruppe werden sollte. „Es war eine tolle Erfahrung. Ich habe viele neue Gesichter kennengelernt, besonders aus Österreich und Slowenien. Schiedsrichter, die ich vorher noch nie getroffen habe." Neben dem Teambuilding standen Fitnesstests und Videosessions auf dem Programm, in denen die Referees gemeinsam Spielsituationen analysierten.

Nervös werde er vor seinem ersten AHL-Spiel sicher sein, sagt Zublasing, aber nur bis zum Bully. „Sobald ich aufs Eis gehe, ist die Nervosität weg. Natürlich stehe ich unter Druck, aber es ist ein positiver Druck." Es mache ihm Freude, im Eishockey zu arbeiten.

Und wohin soll das führen? „Mein Ziel ist, so hoch hinauf wie möglich, auch international." Ein konkretes Ziel will er sich bewusst nicht setzen, um den Druck nicht selbst zu erhöhen. Er studiert nebenbei und will trotzdem viel Energie in das Schiedsrichterwesen stecken. Er ist 19. Er hat Zeit.