Meldung vom 31.01.2026

DOHOPs-Bericht: Erläuterung des bestehenden Disziplinarprozesses und dessen Anwendung

Kurztext 500 ZeichenPlaintext

Im Hinblick auf den bisherigen Verlauf der win2day ICE Hockey League Saison sowie die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit rund um ergänzende Disziplinarentscheidungen soll dieser Department of Hockey Operations (DOHOPs)-Bericht den bestehenden Disziplinarprozess und dessen Anwendung erläutern. Ziel dieses Videos ist es, die Fakten, Verfahren und die erforderliche Beweislast darzustellen, die notwendig sind, um Disziplinarentscheidungen in stark interpretationsabhängigen Situationen zu treffen.

Pressetext 6663 ZeichenPlaintext



Originaltext von Lyle Seitz aus dem Video ins Deutsche übersetzt:
Im Hinblick auf den bisherigen Verlauf der win2day ICE Hockey League Saison und die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit rund um ergänzende Disziplinarentscheidungen soll dieser DOHOPs-Bericht den bestehenden Disziplinarprozess und dessen Anwendung erläutern. Dieser Bericht hat nicht das Ziel, persönliche Meinungen zu verteidigen oder zu beeinflussen. Alle Stakeholder haben Anspruch auf ihre eigene Sichtweise.

Ziel dieses Videos ist es, die Fakten, Verfahren und die erforderliche Beweislast darzustellen, die notwendig sind, um Disziplinarentscheidungen in stark interpretationsabhängigen Situationen zu treffen. Vor allem ist festzuhalten, dass sämtliche Disziplinarentscheidungen auf einem von allen Teams der ICE Hockey League gemeinsam beschlossenen Verfahren beruhen, das im Disziplinarteil des ICE Hockey League Gamebooks festgelegt ist. Auch wenn es verständlich ist, dass Fans und Medien diesen Prozess nicht immer vollständig nachvollziehen können, ist es essenziell, dass die Teams ihn kennen, da sie diese Verfahren gemeinsam beschlossen haben und mit gutem Beispiel vorangehen müssen.

Zunächst werden Liga-Vergleiche dargestellt. Die ICE Hockey League orientiert sich an vergleichbaren Profiligen, darunter benachbarte Ligen mit ähnlichem Spielstil sowie an der NHL als internationalem Maßstab. Eine faktenbasierte Datenbankanalyse von Vorfällen mit ergänzender Disziplinarmaßnahme bei Spieler-zu-Spieler-Aktionen zeigt, dass sich die ICE Hockey League im Einklang mit diesen Vergleichsligen bewegt.

Unterschiede in der öffentlichen Wahrnehmung sind subjektiv und meinungsabhängig. Vergleiche mit nicht zusammenhängenden oder nicht entsprechenden Vorfällen sind aus verfahrensrechtlicher Sicht nicht zulässig. Wie die Tabelle zeigt, gibt die erste Spalte die Anzahl der Teams pro Liga an.

Die zweite Spalte zeigt die Anzahl der regulären Saisonspiele pro Team.

Die dritte Spalte stellt die Gesamtzahl der Ligaspiele pro Saison dar.

Die vierte Spalte zeigt die Anzahl der physischen Spieler-zu-Spieler-Vorfälle, die eine ergänzende Disziplinarmaßnahme erforderten.

Die fünfte Spalte gibt die Anzahl der verhängten Spielsperren (Man-Games Lost) an.

Die letzte Spalte ermöglicht einen faktenbasierten Vergleich mit anderen Ligen: Die durchschnittliche Sperrdauer in der ICE Hockey League beträgt bislang 1,64 Spiele und liegt damit leicht über dem Ligen-Durchschnitt von 1,57 Spielen.

Im zweiten Teil wird der Disziplinarprozess und die Zuständigkeit erläutert. Die ICE Hockey League folgt einem klar definierten und verpflichtenden Disziplinarverfahren, das von allen Teams genehmigt und im ICE League Gamebook veröffentlicht wurde. Die Liga selbst trifft keine Disziplinarentscheidungen bei physischen Spieler-zu-Spieler-Vorfällen. Diese Entscheidungen werden vom Player Safety Committee getroffen.

Bei der Beurteilung, ob ein Vorfall eine ergänzende Disziplinarmaßnahme erfordert, wendet das Player Safety Committee einen festgelegten Schwellenwert anhand folgender Kategorien an:
Keine ergänzende Disziplinarmaßnahme erforderlich.

Kategorie 1 – fahrlässig (careless): ein bis zwei Spiele Sperre.
Kategorie 2 – rücksichtslos (reckless): zwei bis vier Spiele Sperre.
Kategorie 3 – vorsätzlich (intentional): vier oder mehr Spiele Sperre.

Mildernde und erschwerende Umstände, einschließlich eines möglichen Wiederholungstäterstatus, werden bei der endgültigen Festlegung des Strafmaßes berücksichtigt. Dieses Kategoriensystem ist nicht einzigartig für die ICE Hockey League, sondern mit jenen anderer professioneller Eishockeyligen vergleichbar.

Drittens wird die Trennung zwischen physischer Disziplin und Verhaltensdelikten erläutert. Keine Profiliga wendet einen einheitlichen Disziplinarmaßstab an, der körperliche Spieler-zu-Spieler-Vergehen mit nicht-physischen Verhaltensweisen gleichsetzt, die als schädigend, diskriminierend oder rufschädigend gegenüber einer Person, Gruppe oder einem Team gelten. Entsprechend ist der Disziplinarkatalog für On-Ice-Vorfälle unabhängig von Regelwerken zu Verhaltensfragen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Ethik-, Diversitäts- und Verhaltensrichtlinien der ICE Hockey League, die von allen Teams und Spielern anerkannt wurden und ebenfalls im Gamebook festgelegt sind.

Der Disziplinarsenat der ICE Hockey League arbeitet auf zwei Ebenen:
Erstens die Rechtskommission (Justice Commission), zuständig für Ligastreitigkeiten, Spielbestätigungen, juristische Unterstützung der Ligaleitung, formale Ausfertigung von Entscheidungen sowie Urteile gegen Teamoffizielle.

Zweitens das Department of Player Safety, bestehend aus dem Director of Hockey Operations und den Mitgliedern des Player Safety Committee, verantwortlich für Spielersicherheit und physische On-Ice-Vorfälle.

Ein physischer Spieler-zu-Spieler-Vorfall mit ergänzender Disziplinarmaßnahme steht in keinem verfahrensrechtlichen Zusammenhang mit nicht-physischen Verhaltensfällen.

Für jene, die Schwellenwert-Vergleiche suchen, existieren historische Präzedenzfälle, darunter Vorfälle, bei denen zwei Spieler desselben Teams in der Vergangenheit jeweils mit zehn Spielen Sperre plus Geldstrafen belegt wurden, ebenso wie Fälle von körperlichem Missbrauch mit entsprechenden Disziplinarstrafen. In diesem Zusammenhang ist die gegen Herrn Lewington verhängte ergänzende Disziplinarmaßnahme mit früheren Sperren und Geldstrafen im Rahmen des bestehenden Regelwerks konsistent.

Zusammenfassend ist es unerlässlich, dass Teams und Spieler, die die Liga und damit auch einander repräsentieren, jederzeit professionelles Verhalten zeigen. Von allen Beteiligten und Klubmitgliedern wird erwartet, dass sie sich in jeder Form des Auftretens – körperlich, verbal oder schriftlich – professionell verhalten. Die Liga hat Verfahren bereitgestellt, erläutert und umgesetzt, denen alle Teams zugestimmt haben.

Trainer und Spieler sind verpflichtet, die im akzeptierten Gamebook festgelegten Verfahren einzuhalten. Während die Liga durch den weiteren Verlauf der Saison 2025/26 schreitet, wird der vereinbarte Disziplinarprozess weiterhin konsequent angewendet. Um es klar zu sagen: Der Maßstab für ergänzende Disziplinarmaßnahmen wird sich während der laufenden Saison nicht ändern.

Sollten Einzelpersonen oder Teams mit den grundlegenden Regeln oder Verfahren der Liga nicht einverstanden sein, müssen diese Anliegen nach Saisonende formell eingebracht und gegebenenfalls von allen Teams gemeinsam diskutiert und beschlossen werden.