Meldung vom 26.03.2026

Fehérvár: 34 Sekunden vor dem Saisonaus– jetzt im Halbfinale

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Es ist wohl die Geschichte dieser Saison bislang: Am letzten Spieltag der Regular Season stand Hydro Fehérvár AV19 noch kurz vor dem Saisonaus. Erst 34 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit traf Anže Kuralt im Derby gegen FTC-Telekom zum 2:2-Ausgleich – und sicherte Fehérvár damit den entscheidenden Punkt für den Einzug in die Pre-Playoffs. Nur 25 Tage später stehen die Ungarn sensationell im Halbfinale – als erstes Team der Ligageschichte, das von Platz zehn nach dem Grunddurchgang den Sprung unter die letzten vier schafft. Damit sind erstmals alle vier Liganationen im Halbfinale vertreten.

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Fehérvár spielte einen durchwachsenen Grunddurchgang und musste bis zum letzten Spieltag um die Teilnahme an den Pre-Playoffs zittern. Im entscheidenden Derby gegen FTC-Telekom brauchte man zumindest einen Punkt, um nicht vom Lokalrivalen und Liganeuling auf Platz elf verdrängt zu werden.

Es entwickelte sich eine dramatische Partie: In der 58. Minute gingen die Gäste mit 2:1 in Führung, das Saisonaus schien besiegelt. Doch 34 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schlug Anže Kuralt zu und erzielte den Ausgleich. Fehérvár holte den notwendigen Punkt und zog als Zehnter in die Pre-Playoffs ein.

Dort ging man als Außenseiter in das Duell mit den Vienna Capitals. Das erste Spiel in Wien ging deutlich mit 1:5 verloren, doch die heimstarken Ungarn antworteten mit einem 7:3-Erfolg vor eigenem Publikum und erzwangen ein Entscheidungsspiel. In diesem zeigten sie Nervenstärke: Ein Shorthanded-Goal von Trevor Cheek in der sechsten Minute machte letztlich den Unterschied. Der sechste Viertelfinaleinzug in Folge war fixiert.

Beim anschließenden Playoff-Pick verzichtete Grunddurchgangssieger Graz darauf, Fehérvár zu wählen – stattdessen entschied sich der EC-KAC für die Ungarn. Eine Serie, die vielen lange in Erinnerung bleiben wird, begann jedoch mit einem Schock: Jordan Murray kollabierte in Spiel eins auf dem Eis, die Partie wurde abgebrochen.

Wenige Tage später wurde die Serie neu gestartet – zunächst mit vier Heimsiegen in Folge. Danach gelang Fehérvár erstmals ein Auswärtssieg in Klagenfurt (4:3), womit man sich zwei Matchpucks sicherte. Schließlich nutzten sie gleich den ersten: Nur 25 Tage nach dem beinahe besiegelten Saisonaus steht Fehérvár sensationell im Halbfinale.

Dort warten nun die Moser Medical Graz99ers. Fehérvár geht erneut als klarer Außenseiter in die Serie – doch nach dieser Geschichte weiß man: Dieses Team ist zu allem fähig. Spiel eins in Graz ist am Sonntag ab 15:05 Uhr live in ORF 1 zu sehen.