Meldung vom 05.04.2026

Graz steht erstmals im Finale | Ljubljana schreibt mit Overtime-Sieg an

Kurztext 1052 ZeichenPlaintext

Die Moser Medical Graz99ers sind in den Playoffs 2026 weiterhin unbesiegt und stehen damit erstmals in ihrer Ligageschichte im Finale. Nach dem Sweep gegen Villach blieben sie auch im Halbfinale gegen Hydro Fehérvár AV19 ohne Niederlage. Im vierten Halbfinalspiel feierte der Grunddurchgangssieger einen souveränen 5:1-Auswärtssieg. Die zweite Halbfinalserie der win2day ICE Hockey League geht hingegen weiter: Olimpija Ljubljana gewann ein dramatisches Spiel vier gegen den HC Falkensteiner Pustertal mit 5:4 nach Verlängerung und konnte somit auf 1:3 verkürzen. Erst 64 Sekunden vor Ende des dritten Drittels gelang den Slowenen der 4:4-Ausgleich. Damit endete auch die beeindruckende Serie von HCP-Torhüter Eddie Pasquale ohne Gegentreffer. Nach 279 Minuten ohne Gegentor musste er erstmals wieder hinter sich greifen – dies ist nicht nur ein Playoff-Rekord, sondern auch die längste Zeit in der Ligageschichte, in der ein Torhüter ohne Gegentor blieb. Die fünfte Halbfinalpartie zwischen Pustertal und Ljubljana findet am Dienstag in Bruneck statt.

Pressetext 3950 ZeichenPlaintext

Die Moser Medical Graz99ers ließen auch im vierten Halbfinale nichts anbrennen und stehen damit erstmals in der Ligageschichte im Finale. Nach Siegen von 3:2, 5:1 und 4:0 in den ersten drei Spielen machten sie am Ostersonntag mit einem 5:1-Auswärtssieg bei Hydro Fehérvár AV19 den Sack endgültig zu. Über die gesamte Partie hinweg waren die Gäste die tonangebende Mannschaft, doch es dauerte bis zur 24. Minute, ehe Verteidiger Kasper Kotkansalo zum 1:0 für die 99ers traf. Danach war der Bann gebrochen: Nur rund eineinhalb Minuten später erhöhte Playoff-Topscorer Lukas Haudum auf 2:0. Für den 28-Jährigen war es der dritte Treffer in der Postseason und insgesamt bereits der 13. Punkt. Wiederum nur etwas mehr als fünf Minuten später netzte Paul Huber im Powerplay ein. Für den 25-Jährigen war es bereits der sechste Playoff-Treffer, womit er neuer Top-Torschütze der Postseason ist. Bis zur 48. Minute blieb es beim 3:0, bevor auch die fast 5.000 Fans in der MET Aréna Székesfehérvár jubeln durften. Anze Kuralt verkürzte auf 1:3 und brachte wieder etwas Spannung in die Partie. Als kurze Zeit später Paul Huber auf die Strafbank musste, keimte bei den Heimfans noch mehr Hoffnung auf – doch Michael Schiechl traf nach einem Fehler der Ungarn per Shorthander zum 4:1 und entschied die Partie endgültig. Per Empty-Netter machte der 37-Jährige schließlich seinen Doppelpack perfekt. Damit sind die Graz99ers in den Playoffs weiterhin unbesiegt.

Ljubljana wendet Saisonaus vorerst ab
Im zweiten Halbfinale gibt es hingegen ein fünftes Spiel. Olimpija Ljubljana rang vor 4.300 Fans den HC Falkensteiner Pustertal mit 5:4 nach Verlängerung nieder, womit es am Dienstag zu Spiel fünf in Bruneck kommt. Dabei kassierten sie erst 104 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch Luca Zanatta das 3:4, doch 40 Sekunden später gelang den Slowenen durch Zach Boychuk noch der erneute Ausgleich, womit sie die Overtime erzwangen. Zuvor ging Pustertal nach jeweils Fehlern in der Defensive von Ljubljana mit 1:0 und 2:1 in Führung.

Der 1:1-Ausgleichstreffer durch Rok Kapel in der zwölften Minute war der erste Treffer von Ljubljana in der laufenden Serie und beendete zugleich die beeindruckende Rekordzeit ohne Gegentor von Eddie Pasquale. Nach mehr als 279 Minuten ohne Gegentor musste der Schlussmann von Pustertal erstmals wieder hinter sich greifen – dies ist nicht nur ein Playoff-Rekord, sondern auch die längste Zeit in der Ligageschichte, in der ein Torhüter ohne Gegentor blieb. Bislang hielt Mikko Strömberg, der 2007 für Innsbruck 250 Minuten ohne Gegentor blieb, den Rekord.

In der 29. Minute gelang Olimpija durch Robert Sabolic der 2:2-Ausgleich, ehe sie in der 39. Minute im Powerplay durch T.J. Brennan erstmals in Führung gingen. Doch dieses Mal hatte Pustertal durch Ivan Deluca in der 46. Minute die passende Antwort parat. AIn der Folge ging eine ausgeglichene Partie verdientermaßen in die Overtime, in der Nik Simšič exakt 60 Sekunden vor Ende der ersten Overtime zur Entscheidung traf. Für Pustertal war es im achten Playoff-Spiel die erste Niederlage. Weiter geht es am Dienstag mit Spiel fünf in Bruneck.

win2day ICE Hockey League:
So, 05.04.2026:
Hydro Fehervar AV 19 - Moser Medical Graz99ers 1:5 (0:0, 0:3, 1:2)
Referees: HUBER, OFNER, Bedynek, Muzsik
Endstand in der best-of-7-Serie: 0:4
Goal AVS: 1:3 Kuralt A. (48.)
Goals G99: 0:1 Kotkansalo K. (24.), 0:2 Haudum L. (26.), 0:3 Huber P. (31./PP1), 1:4 Schiechl M. (50./SH1), 1:5 Schiechl M. (59./EN)

Olimpija Ljubljana - HC Falkensteiner Pustertal 5:4/OT (1:2, 2:0, 1:2, 1:0)
Referees: PIRAGIC, SMETANA, Mantovani, Riecken
Stand in der best-of-7-Serie: 1:3
Goals OLL: 1:1 Kapel R. (12.), 2:2 Sabolic R. (29.), 3:2 Brennan T. (39./PP1), 4:4 Boychuk Z. (59.), 5:4 Simsic N. (80.)
Goals HCP: 0:1 Bowlby H. (9.), 1:2 Almquist A. (17.), 3:3 Deluca I. (46.), 3:4 Zanatta L. (59.)