Meldung vom 05.02.2026

Jesper Jensen Aabo: „Sein Land als Fahnenträger anzuführen ist eine der größten Ehren, die man als Sportler erhalten kann“

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Am morgigen Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina mit dem ersten großen Highlight – der Eröffnungsfeier im legendären San Siro-Stadion vor nahezu 80.000 Fans. Eine der größten Auszeichnungen im Sport ist es, das eigene Land als Fahnenträger anzuführen. Genau diese Ehre wird Jesper Jensen Aabo zuteil: Der Verteidiger des EC-KAC wird Dänemark bei der Eröffnungsfeier anführen. Im Interview spricht der 34-Jährige über diese besondere Auszeichnung. Mit Markus Lauridsen vom HC Falkensteiner Pustertal und Anders Koch von den Moser Medical Graz99ers stehen zudem zwei weitere dänische Verteidiger aus der win2day ICE Hockey League im Olympiakader. Auch sie schildern kurz vor Turnierbeginn ihre Eindrücke.

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„Ich wurde vom Verband informiert, und es war ein unglaublich stolzer Moment. Ehrlich gesagt ist es etwas, wovon man als Sportler träumt. Sein Land anzuführen ist eine der größten Ehren, die man erhalten kann“, zeigt sich Jesper Jensen Aabo gerührt über seine Rolle als Fahnenträger.

Rund 80.000 Fans werden live im San Siro dabei sein, dazu kommen Millionen Fernsehzuschauer weltweit, wenn der KAC-Verteidiger mit der dänischen Flagge als Erster seines Landes ins Stadion einmarschiert. Für Aabo ist es ein Moment, den er kaum in Worte fassen kann: „Es ist schwer zu beschreiben. Vor so vielen Fans zu gehen und zu wissen, dass Millionen zuschauen, wird etwas ganz Besonderes sein. Es geht dabei nicht nur um mich, sondern darum, unser Land und all jene zu repräsentieren, die uns unterstützen.“

Für Jensen Aabo sind es bereits die zweiten Olympischen Winterspiele. Schon 2022 in Peking war er Teil des dänischen Teams, das bis ins Viertelfinale vorstieß. Damals fehlten jedoch die NHL-Stars, und es waren keine Fans zugelassen. Umso spezieller fühlt sich dieses Turnier für ihn an: „Olympische Spiele sind immer einzigartig, aber diese fühlen sich besonders an. Die Fans sind zurück und die besten Spieler der Welt sind dabei – das sorgt für eine unglaubliche Atmosphäre, auf die ich mich sehr freue.“

Direkt nach den Winterspielen 2022 wechselte der 34-Jährige zum EC-KAC. In bislang 183 Ligaspielen erzielte der Verteidiger 95 Punkte und entwickelte sich zu einem wichtigen Baustein im Spiel der Rotjacken. Dennoch kam die Olympianominierung für ihn durchaus überraschend: „Ich habe nicht damit gerechnet. Solche Auszeichnungen erwartet man nicht einfach. Der KAC war sehr wichtig für mich. In einem anspruchsvollen Umfeld zu spielen und sich täglich zu messen, hat mir sehr geholfen.“

Neben Jensen Aabo stehen mit Markus Lauridsen und Anders Koch zwei weitere Spieler aus der win2day ICE Hockey League im dänischen Aufgebot. Drei Akteure aus derselben Liga im Nationalteam unterstreichen deren Qualität, wie Lauridsen betont: „Ja, das zeigt definitiv, dass die Liga ein hohes Niveau hat und dass Spieler von dort international konkurrenzfähig sind.“

Auch Koch hebt die positive Entwicklung der Liga hervor: „In Dänemark vergleichen wir uns oft mit Österreich, weil die Nationalteams auf einem ähnlichen Niveau sind. Wenn man die dänische Liga mit der österreichischen vergleicht, ist die österreichische Liga einen Schritt weiter und entwickelt sich definitiv in die richtige Richtung.“

Bei den Olympischen Winterspielen wartet mit den Gegnern USA, Deutschland und Lettland eine äußerst anspruchsvolle Gruppe auf Dänemark. Doch die Form stimmt: Bei der Weltmeisterschaft im Mai, bei der Dänemark Co-Gastgeber war, belegte das Team sensationell den vierten Platz. Markus Lauridsen war Teil dieser Mannschaft und glaubt an eine erneute Überraschung: „Wir wissen, dass es mit diesen Gegnern eine große Herausforderung wird. Aber wir haben bei der Weltmeisterschaft gezeigt, wozu unser Team fähig ist, und darauf wollen wir bei den Olympischen Spielen aufbauen.“

Für Anders Koch werden es die ersten Olympischen Spiele seiner Karriere sein. Entsprechend groß ist die Vorfreude beim 28-Jährigen: „Im Moment zählen wir die Tage. Es ist unglaublich aufregend. Was auch immer mir die Trainer an Eiszeit geben, nehme ich dankbar an – und dann schauen wir, wie es läuft.“