Meldung vom 14.09.2026

Linz-Stürmer Brian Lebler: „Es ist einfacher, im Moment zu leben“

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Nach einer durchwachsenen Saison, in der im Pre-Playoff Endstation war, blicken die Steinbach Black Wings Linz zuversichtlich nach vorne. Routinier Brian Lebler spricht über die neue Spielzeit, die Unterstützung der Fans und warum er nicht zu weit nach vorne blicken will.

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Die Linzer, 2025 noch im Halbfinale, taten sich in der letzten Saison von Anfang an schwer und scheiterten schließlich im Pre-Playoff gegen den VSV. „Das sind wahrscheinlich die Spielzeiten, aus denen man am meisten lernt – wenn einem die Dinge nicht leicht fallen. Ich denke, wir haben gelernt, dass wir es uns nicht bequem machen dürfen. Um in irgendetwas herausragend zu sein, muss man auch unangenehme Situationen bewältigen“, erzählt Brian Lebler.

Rückhalt der Fans als Konstante
Auf was sich die Oberösterreicher immer verlassen können: den Rückhalt ihrer Fans. Bereits zum ersten Preseason-Spiel gegen München strömten knapp 2.500 Zuschauer:innen in die Halle. „Das ist eine Sache, die wir in Linz definitiv nicht als selbstverständlich betrachten, und dafür sind wir sehr dankbar. Die Gruppe von Menschen, die uns unterstützt, steht in guten wie in schlechten Zeiten zu uns“, so der Flügelstürmer, der in seine 15. Saison bei den Black Wings geht und als Top-Torschütze der Liga bei 425 Treffern liegt.

Nicht zu weit voraus blicken
Über den Sommer gab es zehn Neuzugänge bei den Linzern, eine Team-Chemie wurde laut Lebler schnell gefunden: „Das ist eine Eigenschaft von Eishockeyspielern: Wir können ziemlich schnell zusammenwachsen. Wir sind uns alle sehr ähnlich. Natürlich gibt es unterschiedliche Persönlichkeiten im Team, aber wir haben alle das gleiche Ziel und die gleiche Einstellung. Man unternimmt einige Teambuilding-Aktivitäten, hat Spaß, und die Nervosität und Schüchternheit verschwinden innerhalb der Gruppe. Ich freue mich riesig auf die Saison und könnte nicht glücklicher sein, diese Erfahrung mit den neuen Jungs zu teilen.“



Mit 38 Jahren verfügt Lebler über viel Erfahrung. Gerade deshalb versucht er, nicht zu weit nach vorne zu blicken: „Was ich im Laufe meiner Karriere festgestellt habe, ist, dass ich es buchstäblich Tag für Tag nehme. Wir haben einen Plan, wir wollen hart arbeiten und das bevorstehende Spiel gewinnen. Wenn man beginnt, zu weit vorauszuschauen oder darüber nachzudenkt, was man im vorherigen Spiel besser hätte machen können, wird es schwieriger. Natürlich gibt es eine Zeit zum Reflektieren und Lernen. Aber wenn man im Moment lebt, die Dinge so annimmt, wie sie kommen, ist es meiner Meinung nach viel einfacher, in diesem Moment 100 Prozent seiner Energie und Konzentration zu geben.“

Open-Air-Erfahrung
Die Oberösterreicher starten am 18. September mit einem Spiel in Székesfehérvár in die neue Saison der win2day ICE Hockey League, in der sie auch an einem Highlight-Event teilnehmen werden. Am 30. Jänner kommt es an der Skisprungschanze in Bischofshofen zum Open-Air-Duell mit dem VSV. „Ich habe bisher ein Spiel im Freien bestritten. Als ich an der University of Michigan war, haben wir gegen Wisconsin in einem Football-Stadion vor etwa 40.000 Zuschauern gespielt. Das war eine wirklich coole Erfahrung. All diese Dinge begeistern mich am Eishockey. Es gibt uns die Möglichkeit, so viele erstaunliche Dinge zu erleben und zu tun, die wir sonst vielleicht nicht tun könnten. Ich freue mich auf das bevorstehende Spiel in Bischofshofen, es wird Spaß machen“, ist die Vorfreude bei Lebler bereits groß.