Meldung vom 14.02.2026

Matt Bradley trifft erneut auf der größten Bühne – „Es fühlt sich an wie ein Traum“

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Wenn ein Spieler des HCB Südtirol Alperia bei Olympischen Spielen gegen die besten Nationen der Welt aufläuft und in seinen ersten beiden Partien jeweils trifft, dann ist das auch für die win2day ICE Hockey League ein besonderer Moment. Matt Bradley erlebt aktuell mit der italienischen Nationalmannschaft Tage, die er selbst kaum in Worte fassen kann. Gegen absolute Top-Teams präsentierten sich die „Azzurri“ konkurrenzfähig – auch wenn die ersten beiden Spiele knapp verloren gingen. Im Gespräch mit der win2day ICE Hockey League spricht der Stürmer über Emotionen, Stolz und die nächste große Herausforderung.

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„Es ist schlicht unglaublich“
Bradley erzielte in beiden bisherigen Spielen ein Tor – ein Kunststück auf dieser Bühne. Ob er sich das vorstellen konnte?

„Es ist schlicht unglaublich. Es fühlt sich an, als würde ich in einem Traum leben. Gegen die besten Spieler der Welt zu spielen, in Italien, bei Olympischen Spielen, im Azzurri-Trikot – und dann zwei Tore zu schießen. Das ist unbeschreiblich. Aber zuallererst muss ich meinen Teamkollegen danken: Gazley gegen Schweden und heute Pietroniro – ihnen habe ich es zu verdanken, dass ich zweimal jubeln durfte.“
Die individuelle Freude steht für Bradley jedoch nie über dem Teamgedanken. Seine Treffer sind für ihn das Resultat mannschaftlicher Geschlossenheit.

Stolz trotz knapper Niederlagen
Zweimal hielt Italien lange dagegen, zweimal fehlte am Ende nur wenig zu einem möglichen Punktgewinn. Entsprechend gemischt sind die Gefühle.

„Ich bin extrem stolz. Wir sprechen hier von absoluten Top-Teams, und wir haben – besonders heute – gezeigt, dass wir mit ihnen mithalten können. Natürlich gehen wir als Spieler immer aufs Eis, um zu gewinnen. Deshalb hätten wir uns zumindest einen Punkt gewünscht. Aber die Leistung war phänomenal, und ich bin stolz auf das, was wir hier zeigen.“

Gerade gegen hochkarätige Gegner bewies Italien Disziplin, Struktur und Mut im Spiel nach vorne. Bradley verkörpert dabei mit seiner Energie und Abschlussstärke die offensive Entschlossenheit des Teams.

„Wir haben nichts zu verlieren“
Die nächste Herausforderung wartet bereits am heutigen Samstag: Finnland. Eine Nation, die zwingend gewinnen muss, um direkt ins Viertelfinale einzuziehen.

„Heute erwarte ich eine noch härtere Aufgabe. Finnland muss gewinnen, um sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren, und sie werden auch versuchen, ihr Torverhältnis zu verbessern. Sie werden also alles reinwerfen. Wir müssen bei unserem Spiel bleiben, bei unserer Identität, und unsere Chancen nutzen – so wie gegen Schweden. Wir haben nichts zu verlieren und haben gezeigt, wer wir sind.“

Für Bradley ist klar: Italien tritt nicht als Statist an. Die Mannschaft hat Selbstvertrauen getankt – auch durch starke individuelle Leistungen.

Foto (c) Vanna Antonella