Meldung vom 26.08.2025

Michael Raffl: „In Salzburg will jeder gewinnen“

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Der dritte und letzte Teil der Interviewserie mit Michael Raffl ist online. Der 36-Jährige spricht über die Siegermentalität beim EC Red Bull Salzburg, die bevorstehenden Duelle mit Villach in der win2day ICE Hockey League und den Auftakt in die Champions Hockey League.

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Verletzungen sind Teil des Sports. Wie bist du damit umgegangen, vor allem mit dem Verletzungspech der letzten Jahre?
Michael Raffl: „Das gehört leider dazu. Im Alter von Anfang 20 bis 30 bin ich eigentlich verschont geblieben, außer Knochenbrüche, wenn mich der Puck getroffen hat. Die gröbere Verletzung war für mich das erste Mal. Es wirft einen zurück, ein Arbeiter bleibt aber ein Arbeiter.“

Wie möchtest du deine Erfahrung ins Salzburger Team einbringen?
Michael Raffl: „Ich bin einfach ich selbst und das ist das Wertvollste, was du als Mensch einbringen kannst. Es ist schön, dass ein großer Österreicher-Stamm da ist und jeder dasselbe will: gewinnen. Wir hassen es zu verlieren, das ist genau das, wonach ich suche.“

Hast du bei den Red Bulls sofort die Siegermentalität gespürt?
Michael Raffl: „Ja, das hat man schon in den Playoffs gesehen, als ich selbst noch zugeschaut habe. Außerdem war ich viel im Austausch mit Thomas und anderen Spielern. Wenn man lange genug Eishockey spielt, weiß man einfach, wie man gewinnt. Wenn man Salzburg im Playoff zugeschaut hat, da hatte jeder das gleiche Ziel.“

Du schaust auch in deiner Freizeit viel Eishockey. Hast du die Liga seit deinem Weggang verfolgt?
Michael Raffl: „Ja, den Thomas sowieso immer, auch Xandi in Villach. Besonders ein Derby habe ich mir nie entgehen lassen. In Amerika war das zeitlich sogar praktisch, da liefen die Spiele oft schon mittags."

Wie schätzt du die Entwicklung der Liga ein?
Michael Raffl: „Das ist schwer zu beantworten, weil ich die Spiele mehr aus der Zuschauerperspektive verfolgt habe. Nach ein paar eigenen Partien werde ich ein genaueres Bild haben.“

Wie groß ist die Vorfreude auf die Duelle mit Villach – auch mit deinem Cousin Alexander Rauchenwald?
Michael Raffl: „Der Xandi – der ist für mich fast wie ein dritter Raffl, wir sind zusammen groß geworden. Über das Duell mit dem VSV habe ich mir noch nicht allzu viele Gedanken gemacht. Es ist sehr schwierig einzuordnen. Darüber müsste ich noch mit Thomas sprechen, wie man das richtig angeht. Wahrscheinlich ein Spiel, wie jedes andere und nicht zu viele Gedanken darüber machen. Verlieren will ich sowieso nicht.“

Ihr startet in dieser Woche mit Heimspielen gegen Tychy und Bremerhaven in die neue Saison der Champions Hockey League. Du hast den Bewerb bereits mit Lausanne erlebt. Wie nimmst du ihn wahr?
Michael Raffl: „Du triffst auf die besten Teams Europas – anstelle von Vorbereitungsspielen gibt es Partien mit echtem Wert. Man reist gemeinsam, spielt hochklassige Spiele – das ist nicht nur sportlich, sondern auch für das Mannschaftsgefüge super. Ein echt cooler Bewerb.“

Wie leicht oder schwer ist es, schon so früh in der Saison auf Topniveau zu spielen?
Michael Raffl: „Ich glaube, ein richtiges Spiel reicht meistens, um wieder im Rhythmus zu sein. Am Ende geht es allen Teams gleich, also hat niemand einen Vorteil. Der Start ist entscheidend – ins kalte Wasser wirst du sowieso geschmissen.“

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