Meldung vom 25.04.2026

Rückblick auf eine von Premieren gespickte Saison 2025/26

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Am Mittwoch endete die 26. Saison der win2day ICE Hockey League mit dem erstmaligen Titelgewinn der Moser Medical Graz99ers. Wir blicken auf eine packende, von Premieren und zahlreichen Überraschungen geprägte Spielzeit zurück.

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Am 12. September 2025 starteten 13 Teams in die 26. Saison der win2day ICE Hockey League. Mit FTC-Telekom war auch ein neues Team vertreten, das bereits am vierten Spieltag seinen ersten Sieg feiern konnte und bis zum Schluss im Rennen um die Pre-Playoffs blieb, diese jedoch knapp verpasste.

Der Grunddurchgang entwickelte sich zu einem intensiven und hochspannenden Rennen mit zahlreichen Führungswechseln. Ljubljana erwischte einen perfekten Saisonstart und gewann die ersten sechs Spiele in Folge. Die Slowenen bestimmten bis zum 20. Oktober nahezu durchgehend das Geschehen an der Tabellenspitze. In weiterer Folge übernahm Pustertal die Führung und behauptete diese bis Mitte November.

Graz gewinnt den Grunddurchgang
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich auch die Moser Medical Graz99ers stabilisiert. Nach dem Trainerwechsel zu Head Coach Dan Lacroix fand das Team schnell zu Konstanz und arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorne. Am 29. November übernahmen die Grazer schließlich erstmals die Tabellenführung. Parallel dazu präsentierte sich auch der EC-KAC immer stärker. Die Klagenfurter übernahmen am 6. Dezember erstmals die Spitze und konnten diese bis zur vorletzten Runde behaupten.

Doch am letzten Spieltag kam es noch einmal zu einer entscheidenden Wendung: Während der KAC sein Spiel gegen Wien knapp verlor, nutzten die Grazer ihre Chance, gewannen auswärts in Linz und zogen in der Tabelle noch vorbei. Mit einem Punkt Vorsprung auf den KAC sicherten sich die 99ers schließlich den Grunddurchgangssieg.

Spannung pur gab es auch im Kampf um Platz zehn. Diesen sicherte sich am letzten Spieltag Fehérvár, das im Ungarn-Derby gegen FTC einen Punkt benötigte und diesen erst durch einen Treffer von Anze Kuralt 34 Sekunden vor Spielende fixierte.

Fehérvár und Villach in den Pre-Playoffs erfolgreich
In der Folge setzten sich die Ungarn in den Pre-Playoffs mit 2:1 gegen die Vienna Capitals durch und sicherten sich das Viertelfinal-Ticket. Im zweiten Duell behielt Villach gegen Linz mit 2:0 die Oberhand.

Viertelfinale begann mit einem Schock
Am 10. März starteten die mit Spannung erwarteten Viertelfinal-Serien mit einem schweren Schock: Jordan Murray vom EC-KAC erlitt im ersten Drittel einen Herzstillstand auf dem Eis. Die Partie wurde abgebrochen und der Start der Serie gegen Fehérvár verschoben. Murray befindet sich glücklicherweise auf dem Weg der Besserung und konnte das Krankenhaus bereits verlassen.

Zahlreiche Überraschungen im Viertelfinale
Sportlich war das Viertelfinale von großen Überraschungen geprägt. Serienmeister EC Red Bull Salzburg wurde von Pustertal gesweept, der EC KAC scheiterte am Zehnten des Grunddurchgangs Fehérvár mit 2:4, und Bozen verabschiedete sich mit nur einem Sieg gegen Ljubljana aus den Playoffs.

Damit stand fest: Mit Graz erreichte erstmals nur ein Team aus den Top vier des Grunddurchgangs das Halbfinale. Der Grunddurchgangssieger setzte sich gegen Villach souverän mit 4:0 durch. Erstmals waren somit alle vier an der Liga teilnehmenden Nationen im Halbfinale vertreten, und erstmals erreichte das zehntplatzierte Team das Semifinale. Zudem war klar, dass es einen Premierenchampion geben würde.

Historischer Titel für Graz
Am Ende krönten sich die Moser Medical Graz99ers erstmals zum Champion – und das ohne Niederlage in den Playoffs. Im Halbfinale setzten sie sich deutlich gegen Fehérvár durch, während Pustertal gegen Ljubljana mit 4:1 die Oberhand behielt und erstmals ins Finale einzog.

Im Endspiel hatten die Südtiroler jedoch gegen überragende Grazer keine Chance und verloren die Serie mit 0:4. Das vierte Finale am Mittwoch ging mit 6:2 an die Steirer, die damit nach Salzburg (2022) und Wien (2017) erst das dritte Team der Ligageschichte sind, das sich ohne Playoff-Niederlage zum Champion krönt. Zudem sind sie der insgesamt siebte Champion der im Jahr 2000 neu gegründeten Liga.

MVPs der Saison
Jährlich werden in der win2day ICE Hockey League zwei Einzelauszeichnungen vergeben: Zum Most Valuable Player des Grunddurchgangs wurde T.J. Brennan von Ljubljana gewählt. Der Verteidiger sammelte insgesamt 59 Punkte. In den Playoffs wurde Lukas Haudum zum MVP gekürt. Der Stürmer kam auf 20 Punkte und ein Plus-Minus von +16.

Eddie Pasquale mit neuem Torhüter-Rekord
Pustertal-Schlussmann Eddie Pasquale blieb in den Playoffs insgesamt 279 Minuten und 17 Sekunden ohne Gegentor. Das ist ein neuer Ligarekord. Der Kanadier musste in Minute 18 von Viertelfinale vier gegen Salzburg hinter sich greifen. Danach blieb er ohne Gegentor – bis zu Halbfinale vier, als in der 12. Spielminute Rok Kapel zum 1:1 für Ljubljana ausglich und die beeindruckende Serie beendete. Zuvor hatte Mikko Strömberg (HCI) mit 250 Minuten und 18 Sekunden aus dem Jahr 2007 die Bestmarke gehalten, gefolgt von Atte Tolvanen (RBS), der 2022 insgesamt 224 Minuten und 42 Sekunden ohne Gegentreffer blieb.

Starker Zuschauerzuspruch
Das Faninteresse an der win2day ICE Hockey League war erneut ungebrochen und konnte sogar weiter gesteigert werden. Im Grunddurchgang wurde im Vergleich zur Vorsaison ein Plus von rund sechs Prozent verzeichnet. Insgesamt strömten 1.125.151 Fans in die Hallen, was einem Zuwachs von zwei Prozent entspricht. Mit einem Zuschauerschnitt von 5.059 Fans in der Steffl Arena verzeichneten die Vienna Capitals erneut den höchsten Wert aller Teams.

Dr. Alexander Gruber, Präsident der win2day ICE Hockey League: „Die Saison 2025/26 hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch und attraktiv sich die win2day ICE Hockey League entwickelt. Mit einem neuen Club, einem neuen Champion und zahlreichen sportlichen Premieren war diese Spielzeit in vielerlei Hinsicht besonders. Vor allem der starke Zuschauerzuspruch in den Arenen bestätigt, dass das Interesse an unserer Liga weiter wächst und Eishockey die Fans in allen teilnehmenden Ländern begeistert. Unser Dank gilt allen Clubs, Spielern, Partnern und natürlich den Fans, die diese Liga mit ihrer Leidenschaft tragen.“