Meldung vom 17.09.2026

TJ Brennan im Interview: „Wir haben hohe Erwartungen, betrachten das aber nicht als Druck“

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Olimpija Ljubljana zog in der vergangenen Saison der win2day ICE Hockey League erstmals ins Halbfinale ein. Auch für die neue Spielzeit haben die Slowenen hohe Ansprüche. Regular-Season-MVP TJ Brennan spricht über die letzte Saison, die Entwicklung in Ljubljana und die gestiegene Erwartungshaltung.

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Olimpija startete mit sechs Siegen in Folge in die vergangene Saison und stand auch im weiteren Verlauf immer wieder an der Tabellenspitze. Den Grunddurchgang beendeten die „Drachen“ schließlich auf Rang sechs. Nach dem Viertelfinal-Erfolg über Bozen war in der nächsten Runde gegen das zweite Südtiroler Team aus Bruneck Endstation. „Ich würde die Saison definitiv als Erfolg bezeichnen. Natürlich kann man nicht ganz zufrieden sein, wenn man nicht die Meisterschaft gewinnt. Wir hatten den Glauben daran – und das ist meiner Meinung nach der erste Schlüssel. Die Niederlage war hart, aber manchmal braucht man genau das, um voranzukommen. Wir werden daraus lernen, die positiven Aspekte mitnehmen und versuchen, es noch besser zu machen“, blickt TJ Brennan zurück.

Der US-Amerikaner überzeugte einmal mehr mit starken Leistungen. Mit 53 Punkten aus 46 Partien war er der punktbeste Verteidiger der Regular Season und wurde zudem zum MVP gewählt. „Jede Art von Anerkennung ist eine Ehre. Die vergangene Saison war eine große Herausforderung. Die Liga ist wirklich stark geworden, und es fühlte sich so an, als könnte an jedem Abend jeder jeden schlagen. Ich versuche, mich kontinuierlich zu verbessern. Besonders wenn man älter wird, versucht man, aus dem vergangenen Jahr zu lernen und diese Erkenntnisse auf die nächste Saison zu übertragen.“

Hohe Erwartungen in Ljubljana
Mit Žiga Jeglič und Jan Urbas kehrten zwei erfahrene Spieler nach Slowenien zurück. Das Team aus Ljubljana wird von Experten erneut hoch gehandelt. „Wir haben hohe Erwartungen, betrachten das aber nicht als Druck. Es ist einfach ein Prozess. Wie jeder im Sport weiß, ist der Grat zwischen dem Gefühl von Druck und der Leistung unter Druck sehr schmal. Es gehört zu unserer Vorbereitung, diesen Druck nicht an uns herankommen zu lassen – weder an einen Einzelnen noch an uns als Team. Das ist eine schwierige Aufgabe, aber sie gehört zu den Herausforderungen, die man bewältigen muss, um Großes zu erreichen. Wir freuen uns auf diese Herausforderung. Wenn wir aufs Eis gehen und unser Bestes geben, glauben wir, dass sich die Ergebnisse von selbst einstellen werden“, so Brennan, der 2022 mit Salzburg den Meistertitel gewann.



Die starken Leistungen sorgten für einen Eishockey-Hype in der slowenischen Hauptstadt. Der 37-Jährige vergleicht die Stimmung im Tivoli mit jener Zeit, als er noch als Gast nach Ljubljana kam. „Als ich vor einigen Jahren mit Salzburg hier gespielt habe, war die Halle nicht so voll. Es war damals schon ein starkes Team, aber die Atmosphäre war nicht dieselbe. Nun wurde etwas aufgebaut. Zu sehen, wie die Fans und alle in der Stadt hinter uns stehen, ist wirklich magisch. Wir glauben an uns selbst, und es scheint, als würde sich dieser Glaube in der ganzen Stadt verbreiten. Wir hoffen, diesen Weg in diesem Jahr fortzusetzen, weiter zu wachsen und weiterhin etwas Großartiges aufzubauen.“

Fokus auf den Saisonstart
In der Preseason gab es zwei Siege aus sechs Partien. Wichtiger als die Ergebnisse war jedoch, dass die Mannschaft zusammenwachsen konnte. „Es war sehr einfach, mit einem Lächeln im Gesicht hier anzukommen und wieder an die Arbeit zu gehen – wegen des Umfelds, das wir geschaffen haben. Wir haben eine Gruppe hart arbeitender Jungs. Es besteht kein Zweifel, dass der Typ neben dir hart arbeitet und es genauso sehr will wie du. Wir versuchen, uns gegenseitig zu pushen – das ist mir sehr wichtig. Denn es spielt keine Rolle, ob wir ein Trainingsmatch, ein Vorbereitungsspiel oder Game 7 der Finals bestreiten. Ich bin wettbewerbsorientiert und will immer gewinnen“, zeigt sich Brennan bereit für den Saisonstart am Freitag. Für Olimpija geht es mit einem Auswärtsspiel in Budapest los.