Meldung vom 28.03.2026

WM-Schiedsrichter Christian Ofner: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“

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Zum zweiten Mal in Folge ist win2day ICE Hockey League-Schiedsrichter Christian Ofner für die Eishockey-Weltmeisterschaft nominiert worden – eine besondere Ehre, die nur den besten Referees zuteilwird. Der Profi-Schiedsrichter, der sein „Hobby zum Beruf gemacht“ hat, genießt „jeden Moment auf dem Eis“ und erzählt, wie er durch seinen Kollegen Christoph Sternat zum Schiedsrichter geworden ist. Außerdem erklärt er, wie die Kommunikation auf dem Eis funktioniert und wie ein Spiel nachbereitet wird. Jetzt das Video-Interview mit Christian Ofner ansehen.

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Die wichtigsten Sequenzen aus dem Interview zum Nachlesen:

Wie bist du Schiedsrichter geworden?
Christian Ofner: „Ich habe früher Eishockey gespielt, aber am Ende hat es nicht mehr für die Profi-Laufbahn gereicht. Trotzdem wollte ich weiterhin etwas mit Eishockey machen. Da ist mein Kollege Christoph Sternat, der bereits Schiedsrichter war. Er ist auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich es nicht auch probieren möchte. So bin ich durch Christoph zum Schiedsrichter geworden – er hat mich quasi überredet, es auszuprobieren. Christoph und ich spielen schon unser Leben lang zusammen Eishockey. Wir kennen uns, seit wir vier Jahre alt sind, und er war immer ein sehr guter Freund von mir. Als meine Spielerkarriere endete, dachte ich: Okay, ich probiere den Weg, den Christoph schon gegangen ist.“

Was motiviert dich jeden Tag aufs Neue, deinem Job als Schiedsrichter nachzugehen?
Christian Ofner: „Für mich ist die größte Herausforderung, dass jedes Spiel anders ist. Du weißt nie, was heute Abend passieren wird. Du kannst dich mental vorbereiten, kannst wissen, was wir tun wollen, aber das Spiel selbst bringt immer Überraschungen. Genau das macht es spannend. Ich genieße jeden Tag als Schiedsrichter. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und freue mich über jeden Moment auf dem Eis.“

Wie läuft die Kommunikation am Eis innerhalb des Schiedsrichterteams ab?
Christian Ofner: „Wir haben verschiedene Möglichkeiten, uns am Eis auszutauschen. Besonders hilfreich sind die Powerbreaks. Dort kommen wir kurz zusammen, besprechen, wie die Partie bisher läuft, worauf wir achten müssen und welche Spieler möglicherweise emotionaler oder auffälliger sind. Während des Spiels ist Kommunikation oft schwieriger. Es gibt Situationen, in denen wir während der Partie für drei oder vier Sekunden kurz zusammenkommen, um etwas abzusprechen, bevor es weitergeht. Aber hauptsächlich nutzen wir die Powerbreaks, um uns untereinander auszutauschen.“

Welche Eigenschaften sind für einen Schiedsrichter besonders wichtig?
Christian Ofner: „Eislaufen ist das A und O – ohne Fitness geht es nicht. Außerdem sind mentale Stärke und Kommunikation extrem wichtig. Meine Vorbereitung beginnt meist bereits am Tag vorher: Ich analysiere die beiden Mannschaften, wer Trainer ist, welche Spieler auf dem Eis stehen, wie die vorherigen Spiele zwischen den Teams verlaufen sind und welche Tabellenplätze sie einnehmen. Am Spieltag habe ich feste Routinen: Frühstück, eine frühe Runde laufen oder spazieren – je nach Tagesform – und dann geht es zum Spiel. Die Anreise kann unterschiedlich lang sein: Manchmal fährt man sechs Stunden, dann muss der Tagesablauf angepasst werden.“

Was passiert nach dem Spiel bei Schiedsrichtern?
Christian Ofner: „Nach dem Spiel ist meistens ein Beobachter oder Supervisor vor Ort. Gemeinsam besprechen wir, was gut lief, was weniger gut war und welche strittigen Situationen es gab. Manche Situationen analysieren wir anschließend noch einmal auf Video. Erst danach treten wir die Rückfahrt an.“